Archive for September, 2008

Meine Zahl des Tages: 4 Milliarden …

Handyverträge. Nein, die 4 Milliarden beziehen sich zur Abwechslung mal nicht auf ein aktuelles Übernahmeangebot für ein in Not geratenes Finanzinstitut in den USA oder gar das Angebot der Deutschen Bank für die angeschlagene FORTIS … heute hier und morgen weg. Kürzlich hat die Internationalen Telekommunikations-Union (ITU) in Genf ihre aktuellen Zahlen zur weltweiten Handynutzung veröffentlicht.

4 Mrd. ist krass beeindruckend!

Also, wenn das T-Mobile G1 bis Dezember in den USA das iPhone überholt haben möchte, dann aber mal ran. Jeder Vertrag zählt. Die Zälungen lassen jedoch jeweils zwei Tatsachen ausser Acht: In vielen Industrieländern besitzen die Menschen oft mehr als nur einen Vertrag, während sich in Entwicklungsländern meist mehrere Personen ein Handy teilen. Soweit die Fakten.

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September 30, 2008 at 2:49 pm Hinterlasse einen Kommentar

Festnetz wird zum teuren Luxusvergnügen

Nachdem man mich nun schon mehrfach gerügt hat, dass ich keinen Festnetzanschluss (und -telefon) mehr habe (deswegen telefoniert man jetzt weniger) und mich in der letzten Woche leidenschaftlich zum T-Mobile G1 geschrieben habe – für dieses mobile Gerät braucht man definitiv keinen Festnetzanschluss – fühle ich mich endgültig motiviert ein paar ergänzende Takte dazu loszuwerden. Einerseits als Rechtfertigung für mein unzeitgemäßes und unangepasstes Handeln heute. Andererseits aber gerne auch als Argumentationsgrundlage für alle, die meiner Vision folgen möchten.

Was in Amerika schon deutlich weiter fortgeschritten ist wird bei uns erst in ein paar Jahren so deutliche sichtbar werden: Ja, auch wir schaffen das Festnetz ab. Weil es zu teuer ist/ wird. Frei nach dem Motto ‚Always on, always connected‘ werden in den nächsten Jahren immer weniger Gesprächsminuten auf das Festnetz entfallen. Und damit auch in zahlreichen Haushalten überflüssig und abgeschafft. Warum?

Nielsen hat sch hier das Thema zumindest für Amerika schon etwas genauer zur Brust genommen. Hier können sogar schon Aussagen darüber getroffen werden, wer sich seines Festnetzanschluss entledigt hat. Es sind, und das überrascht nicht wirklich, die Jungen und die Armen – 2/3 sind unter 35 Jahre alt und 46% verdienen weniger als 50.000$ pro Jahr. Es konnte nachgewiesen werden, dass Singles und Doubles verglichen mit einem Festnetztelefon bis zu 33$ pro Monat sparen können. Das sind eine Menge Big Mäc.

 

Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich könnte mir eine ähnliche Entwicklung auch für Deutschland vorstellen. Rein statistisch gesehen hat jeder Deutsche etwas mehr als einen Mobilfunkvertrag, das heißt Festnetz konkurriert gegen Handy und nicht umgekehrt.

Mit den jüngsten Smartphones wird nun auch noch Internet mobiler und VoIP verfügbarer. Die Prognose für die nächsten 10 Jahre sagt, dass gerade Privathaushalte mit mittlerem Einkommen sich für eine sog. Medien-Flatrate entscheiden werden, die einfach alle Verbindungen des täglichen Lebens beinhaltet und abdeckt.

September 27, 2008 at 5:26 pm 2 Kommentare

Kleine Gewinner des globalen Klimawandels (Teil 3): Saubere Kohle in Spremberg

Kohle. Eines der zahlreichen ungeliebten Kinder der Deutschen. Unter Tag wie auch über Tage wird es gefördert. Das Saarland und das Rhein-Ruhrgebiet haben besonders davon profitiert. Und darunter gelitten. Der Kohlebergbau im Saarland bspw. ist seit der keltischen Zeit durch Ausgrabungen und seit 1429 auch schriftlich belegt, planmäßig wird der Bergbau allerdings erst seit dem 18. Jahrhundert betrieben. Auf eine lange Tradition kann dieser Berufsstand zurückblicken. Ein Fakt, der im Tatort („Das schwarze Grab„) gewürdigt wurde. Die Schließung eines Werkes war das zentrale Thema. Dramatisch insgesamt der Verlauf und die Brutalität unter Tage.

Was ich nun in der aktuellen Ausgabe der Technology Review lesen durfte ist in meinen Augen großartig, denn es verleiht nicht nur dem Thema Kohle eine völlig neue Dimension. Nicht brutal. Sondern sanft. Zur Umwelt. Das belebt darüber hinaus auch wieder die Förderung von Kohle in unserem Land. Die RAG hat es ja schon angekündigt. Immerhin sind wir Deutschen weltweit führend in der Bergwerkstechnik. Ja, jedes Jahr werden nicht viele Ingenieure in diesem Bereich ausgebildet und auch weltweit gesucht. Die besten kommen aber aus unseren Landen. Dem Land der Ideen eben.

Eine sensationelle Idee in meinen Augen hatte das Unternehmen Vattenfall. Kein deutsches Unternehmen, aber nicht minder geprägt durch Pannen, Skandale und Probleme in den letzten Monaten. Vattenfall und Technology Review sprechen nämlich beide schon von der clean coal revolution.

 

 

 

 

 

 

Spremberg in Süd-Brandenburg, die sogenannten ‚Perle der Lausitz‘, ist der Geburtsplatz dieser sogenannten Revolution. Früher wurde die (Braun-)Kohle einfach nur verfeuert, um daraus Energie zu gewinnen und für die Menschen nutzbar zu machen. Tolle Sache, hat auch lange funktioniert, hatte nur einen Haken: jede Verbrennung setzte jede Menge CO2 frei. (raun-)Kohle besonders viel. (Braun-)Kohle zu verbrennen ist damit heute nicht mehr die zeitgemäßeste Art, Energie für die Massen herzustellen. Wir setzten ja neuerdings alle auf Umwelt und auf weniger CO2 Emissionen. Vattenfall hat das Blatt nun gewendet und nimmt in Spremberg ein Neuartiges Braunkohlekraftwerk in Betrieb. Man hat ein Verfahren entwickelt, dass das bei der Verbrennung entstanden CO2 bindet, speichert und somit nicht mehr an die Umwelt abgibt. Die Kohlendioxide werden unterirdisch gelagert. Sensationell klingt das für mich.

„Vattenfall hat bereits 2001 ein Projekt zur Erforschung der sogenannten CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) aufgesetzt. Das Unternehmen will nach einem mehrjährigen Testbetrieb der Pilotanlage bis spätestens 2015 zwei Demonstrationskraftwerke mit einer elektrischen Leistung von bis zu 500 Megawatt bauen. Ab 2020 soll die Technologie dann serienreif und wettbewerbsfähig zur Verfügung stehen.“

Zugegeben, diese Technologie löst noch lange nicht alle Probleme. Aber sie ist eine Forschungsprojekt, was den Status Quo hinterfragt, auf den Prüfstand stellt und Optimierung bekannter Technologien im Sinne des omnipräsenten Parameters Umwelt bedeutet. Vor dem Hintergrund, dass in China jede Woche ein neues Kohlekraftwerk (ohne Oxyfuel-Verfahren) ans Netzt geht und die Umwelt zusätzlich belastete, ist das hier eine mögliche Zukunftsvision, die als reales Konzept nun in die Erprobungsphase geht.

Mich befremdet an dieser Stelle der Widerstand gegen dieses Pilot Projekt. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich ganz klar um ein besonders fortschrittliches und zukunftsweisendes Projekt … und vergessen wir hierbei mal die positiven Image-Wechselwirkungen für Vattenfall. Irgendwo müssen wir doch mal anfangen und Fakten schaffen. Oder?

September 25, 2008 at 9:00 am Hinterlasse einen Kommentar

Warten auf das Google Phone … das T-Mobile G1 ist endlich da

Gerade war es soweit … ich bin noch ganz aufgeregt: Das Google Phone ist endlich offiziell in New York vorgestellt worden. Und ich war live dabei. Auf TWIST habe ich außerdem parallel verfolgt, was alles über T-Mobile, Google und das Baby G1 getwittert wurde. 179 $ soll das Gerät nun mit Vertrag in den USA kosten. Das Thema Android kam mir fast ein klein wenig kurz. Die vier wichtigsten Dinge rund um das Thema T-Mobile 3G sind hier nachzulesen.

Hat das Warten jetzt ein Ende. Schätze nicht, denn bis das Gerät in Deutschland zu bekommen ist wird es noch etwas dauern. T-Mobile ist ja sehr geübt darin, seit das iPhone von Apple gelauncht wurde. ;-))

Eine Sache bleibt aber dennoch in meinen Augen ungeklärt: nämlich die Frage, ob das jetzt das T-Mobile G1 von Google jetzt die große Revolution ist, oder nicht. Die Antwort darauf kann sehr unterschiedlich ausfallen wie ich feststellen musste.

Für Entwickler ist vor allem Android das Zugpferd, denn im Gegensatz zum iPhone muss man nicht erst viel Geld bezahlen und ein Sicherheits-Check-Verfahren durchlaufen, was schlimmer als die Einreise nach China nach den Olympischen Spielen ist, um ein Developer Set zu bekommen. Und im Gegensatz zu Symbion und Windows Mobile ist es auch nicht so streng limitiert, eigene Anwendungen einzupflegen.

Für den Endnutzer des G1 bietet das HTC Gerät erst mal nix wirklich Neues. Endkunden werden wohl zukünftig danach entscheiden, was das heute vorgestellte Smart Phone an Applikationen bietet. Der Erfolg wird somit langfristig bestimmt werden basierend auf der Qualität der mitgelieferten und verfügbaren Applikationen. Und davon gibt es zumidnest heute schon ein paar, die mir die Schuhe ausziehen: have a look at hier, hier und das Demo gibt es hier.

Und das sind die 10 guten Gründe, warum Android und nicht T-Mobile oder HTC oder Google das Apple iPhone bis Ende des Jahres in den USA wegblasen haben werden wie nix.

September 23, 2008 at 6:07 pm 2 Kommentare

Real Sticky Notes Experiments

Ich habe das Gefühl, dass es die kleinen klebrigen Post-Its auf ganz subtile Art und Weise geschafft haben, sich bei Kreativen (einige mehr andere weniger kreativ) in Erinnerung zu bringen. Ich finde das ja durchaus unterhaltsam, wa da passiert … und es passt irgendwie auch zu meinem derzeitigen Lieblingswort (und Synonym für das Wort Fragment, Puzzle-Teil oder auch wahlweise Struktur): MOSAIK.

Mit Mosaik-Kacheln kann man großartige Sachen machen. Tom Hanks hat in Terminal bspw. einen Brunnen aus Mosaik-Steinen für die Frau seines Lebens (Catherine Zeta-Jones) gebaut. Wie romantisch. Der Film basiert vage auf der Geschichte des Iraners Mehran Karimi Nasseri, der vom 26. August 1988 bis August 2006 unter dem Namen Sir, Alfred (er selbst benutzte das Komma in seinem Namen) auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle lebte.

Weniger romantisch sind in meinen Augen diese Post It Orgien, wie bspw.:

BORING. Das eignet sich nicht mal für eine PR-Story, die länger als 3 Sekunden im Kopf bleibt. Da wäre eine Print-Anzeige fast noch effektiver gewesen. Danke deswegen, an die, die es verstanden haben: Ein großartiges Projekt findet Ihr unter EepyBird’s Sticky Note experiment von Eepybird auf Vimeo. Ich möchte mehr davon sehen.

September 23, 2008 at 9:00 am Hinterlasse einen Kommentar

The next Hype (1): Nach dem Mini Notebook kommt der Mini Beamer

Ich habe mir ja selber gerade einen neuen Laptop zugelegt. Ja, er musste klein, leicht und mega leistungsfähig sein. UMTS integriert, Kamera, etc. Schlussendlich hat mich das everywair Konzept von Sony überzeugt. Tolle Sache überall ins Internet gehen zu können. Da gibt es auch keine Ausreden mehr, dass man seine Emails nicht abrufen konnte. Zudem macht es in meinen Augen eine gedruckte Variante von Wikipedia völlig überflüssig. 90.000 Autoren, 100 Bände … wer liest sich das denn durch … irgendwie nicht mehr zeitgemäß. Außer natürlich, dass der open source user generated content web 2.0 Ansatz konsequent beachtet und gewürdigt wurde. Wow. Das passt. Naja, wenigstens hat Bertelsmann einen Teil des Problems erkannt und brachte am 15. September 2008 Wikipedia in einem Band raus. 992 Seiten voll geballtem Wissen. 90.000 Autoren auf 30 Seiten. Alles richtig gemacht.

Zeitgemäß dagegen sind eben die sogenannten Mini-Notebooks. Commodore bringt auch eines raus wie wir zu einem früheren Zeitpunkt schon berichtet hatten. Hohe Konnektivität, sehr leicht und lange Akkulaufzeiten zeichnen sie aus. Deswegen gerne auch mal Netbooks genannt. Bei Filmen und Grafiken wird es bei den kleinen Büchern dann schon mal schwierig. Bleibt die neue Generation ATOM Prozessoren mal abzuwarten. Aber es bleibt immer noch etwas Platz in der Handtasche, dem Koffer oder dem Handschuhfach … für einen Beamer. Ich bin ja hin und weg muss ich gestehen. Ich stehe ja auf solchen Technik-Krams.  Und der erste (erschwingliche) Mini-Beamer von 3M wurde gerade vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Siegeszug von Handy, MP3, GPS, WLAN und Netbooks wird wohl eine der wichtigsten Gadgets der Zukunft der tragbare Beamer werden. Oder er wird ins Handy integriert, wie der o. g. Rest auch.

September 22, 2008 at 9:00 am 2 Kommentare

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