Festnetz wird zum teuren Luxusvergnügen

September 27, 2008 at 5:26 pm 2 Kommentare

Nachdem man mich nun schon mehrfach gerügt hat, dass ich keinen Festnetzanschluss (und -telefon) mehr habe (deswegen telefoniert man jetzt weniger) und mich in der letzten Woche leidenschaftlich zum T-Mobile G1 geschrieben habe – für dieses mobile Gerät braucht man definitiv keinen Festnetzanschluss – fühle ich mich endgültig motiviert ein paar ergänzende Takte dazu loszuwerden. Einerseits als Rechtfertigung für mein unzeitgemäßes und unangepasstes Handeln heute. Andererseits aber gerne auch als Argumentationsgrundlage für alle, die meiner Vision folgen möchten.

Was in Amerika schon deutlich weiter fortgeschritten ist wird bei uns erst in ein paar Jahren so deutliche sichtbar werden: Ja, auch wir schaffen das Festnetz ab. Weil es zu teuer ist/ wird. Frei nach dem Motto ‚Always on, always connected‘ werden in den nächsten Jahren immer weniger Gesprächsminuten auf das Festnetz entfallen. Und damit auch in zahlreichen Haushalten überflüssig und abgeschafft. Warum?

Nielsen hat sch hier das Thema zumindest für Amerika schon etwas genauer zur Brust genommen. Hier können sogar schon Aussagen darüber getroffen werden, wer sich seines Festnetzanschluss entledigt hat. Es sind, und das überrascht nicht wirklich, die Jungen und die Armen – 2/3 sind unter 35 Jahre alt und 46% verdienen weniger als 50.000$ pro Jahr. Es konnte nachgewiesen werden, dass Singles und Doubles verglichen mit einem Festnetztelefon bis zu 33$ pro Monat sparen können. Das sind eine Menge Big Mäc.

 

Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich könnte mir eine ähnliche Entwicklung auch für Deutschland vorstellen. Rein statistisch gesehen hat jeder Deutsche etwas mehr als einen Mobilfunkvertrag, das heißt Festnetz konkurriert gegen Handy und nicht umgekehrt.

Mit den jüngsten Smartphones wird nun auch noch Internet mobiler und VoIP verfügbarer. Die Prognose für die nächsten 10 Jahre sagt, dass gerade Privathaushalte mit mittlerem Einkommen sich für eine sog. Medien-Flatrate entscheiden werden, die einfach alle Verbindungen des täglichen Lebens beinhaltet und abdeckt.

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2 Kommentare Add your own

  • 1. Tim  |  Oktober 1, 2008 um 5:08 pm

    Na, da habe ich ja aktuell Alles getan um die These zu bestätigen und mich gegen einen „echten“ Festnetzanschluss entschieden.

    Billigster Anschluss den ich gefunden habe: (ohne Internet-Bundle, da das in der Wohnheimmiete enthalten ist): 16.37 Euro

    O2 Genion S Karte ohne Mindestlaufzeit und -umsatz: 0,00 Euro

    Ich denke, sobald man Internetzugänge auch vermehrt ohne Festnetzanschlüsse bekommt kann man das Festnetz ziemlich vergessen. Und Unitymedia und Co sind ja längst auf dem Vormarsch.

    Nebenbei nen schönen Gruß vom Ex-Azubi,
    Tim

    Antworten
  • 2. vTOthISSER  |  Oktober 10, 2008 um 11:43 am

    Hi Sven, deinem Blog zu Folge bist du am Thema Festnetz/Handys dran, vielleicht ist die Meldung ja interessant: http://kuerzer.de/qgcQn52ZU … danke TIM

    Antworten

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