Die klassischen Medien – gebt ihnen bitte Wasser zum Überleben.

Oktober 27, 2008 at 1:00 pm 2 Kommentare

Max, es tut mir wirklich sehr leid das sagen zu müssen, aber auch Dein Arbeitsplatz ist auf lange Sicht nicht mehr sicher. Jaja, die schlechten Nachrichten nehmen ja derzeit auch kein Ende – nun auch noch Daimler. Und die WAZ streicht auch jede dritte Stelle. Kein gutes Zeichen. Oder vielleicht doch?

Da kommen Meldungen zum veränderten Medienverhalten gerade einer klassischen (gedruckten) Tageszeitung nicht so recht gelegen. Das Internet ist Schuld, so munkelt man. Ein Blick in die ACTA zeigt: innerhalb der 20- bis 39-Jährigen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss in Deutschland gaben mit 51 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet als wichtigste Informationsquelle für das aktuelle Geschehen zu nutzen. Die Zeitung, die immerhin noch 46 Prozent als wichtigste Quellen sehen, wurde somit in diesem Jahr erstmals überholt.

Und auch das Fernsehen verliert zu Gunsten von Internet. Erzielte der TV-Bereich noch vor drei Jahren einen Wert von 74 Prozent, zeichnet sich 2008 mit einem Rückgang auf 67 Prozent ein deutlicher Abwärtstrend ab. Wenn man genau hin schaut, dann sind es lt. IVW die Web 2.0 Angebote, die den ‚Klassikern‘ das Leben immer schwerer machen. Vor allem bei den jüngeren Zielgruppen.

Es kommt noch besser: Frei nach dem Motto >> I am Media << wird jede Botschaft von uns als Individuum immer wichtiger. Gerade für Unternehmen. Am Wochenende durfte ich im aktuellen GDI Impuls lesen, dass bereits heute schon 25 Prozent der Google Suchergebnisse zu den zwanzig bekanntesten Marken auf Inhalte hinweisen, die von Nutzern erstellt wurden. Vielleicht sollten sich das die klassischen Zeitungen mal zu nutze machen. Denn gute Inhalte regieren immer noch die Welt. Und das sollte noch lange so bleiben. Erste Anregungen könnte es hier geben.

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So viel zum Thema Qualität… FÜNF gute Gründe, sich endlich eine Spielekonsole zu kaufen.

2 Kommentare Add your own

  • 1. moxfredo  |  Oktober 27, 2008 um 1:10 pm

    Was mich beruhigt, ist die Tatsache, dass das Informationsbedürfnis der Menschen auch auf lange Sicht nicht geringer werden dürfte. Natürlich kann ein Medium wie die Zeitung schon allein was die Aktualität angeht mit dem Netz nicht mithalten – selbst wenn der Andruck bis spät in die Nacht verlegt wird. Der Trumpf, den die Journalisten jetzt noch mehr ausspielen müssen als bislang, ist Qualität. Denn nur mit gut recherchierten Beiträgen, richtungsweisenden Analysen und klaren Kommentaren kann man Leser halten. Wie das Medium dann letzlich aussehen wird, ob also auf Papier oder im Netz, ist egal. Deshalb bin ich auch völlig entspannt, was meinen Arbeitsplatz angeht.😉

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  • […] noch für viel Furore sorgen wird, als user-generated brand. Denn das Web 2.0 macht das möglich, was klassische Medien und Markenkonzepte nicht leisten können. Und die User nutzen diese neuen Möglichkeiten […]

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