So viel zum Thema Qualität…

Oktober 27, 2008 at 12:10 pm 1 Kommentar

Man mag ja über die Öffentlich Rechtlichen so seine Meinung haben – vor allem über ihre komischen Vorstellungen darüber, was mit den GEZ-Moneten alles erlaubt sein soll.  Der NDR hat jetzt aber ein schönes Beispiel dafür abgeliefert, dass es immer noch Qualität im Hörfunk gibt. Gerade wurde das Feature „Mutters Schatten – Kehraus im Elternhaus“ mit dem Prix Europa 2008 ausgezeichnet.

In dem Feature von  Regisseur Lorenz Rollhäuser und Redakteurin Ulrike Toma, schildert Rollhäuser einfühlsam von seiner dementen Mutter. Als diese in ein Pflegeheim gebracht wird und die Kinder noch einmal in ihr Elternhaus kommen, um den Hausrat zu verkaufen, kommen alte Erinnerungen hoch.

Aus diesem Grund hat NDR Info angekündigt, sein Programm kurzfristig  zu ändern. Der Infosender strahlt das prämierte Werk heute Abend um 21.05 Uhr hier aus.

Wer sich für das Thema interessiert, kommt auch nicht an dem spannenden Martin Suter Roman „Small World“ vorbei.

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Warum McCain es noch machen könnte… Die klassischen Medien – gebt ihnen bitte Wasser zum Überleben.

1 Kommentar Add your own

  • 1. Peter Kessen  |  November 19, 2008 um 4:36 pm

    So.So. „Einfühlsam“ soll Rollhäuser seine demenzkranke Mutter geschildert haben? In seinem Feature kommt sehr deutlich heraus, dass seine Mutter gar nicht mehr weiss, wo sie ist, geschweige warum und zu welchen Zwecken von Ihr Aufnahmen gemacht werden. Ich finde das nicht „einfühlsam“, sondern „wiederlich“. Gerade wenn man weiß dass der Autor als recht autarker Erbe mit seiner Familie in einer Kreuzberger Eigentumswohnung lebt – eine Freiheit, die nach seinen Worten, eben auf der finanziellen Großzügigkeit seiner Eltern beruht. Das kommt im Feature nicht vor, stattdessen finden sich Abschnitte einer natürlich verdeckten bösartigen Auseinandersetzung (die Inkontinenz der Mutter) und einer bodenlosen Eitelkeit, schildert sich der Autor doch im Grunde als Überlebender und Erfolgreicher, kontrastierend mit den Gescheiterten und Toten seiner Heimatstadt. So eine Perspektive scheint dann auch bei der Toskana-Radiofraktion erfolgreich zu sein! Ekelhaft!

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