Posts filed under ‘Datenschutz’

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Wahrscheinlich ist das hier die Über-Online-Widget-Sammlung aller Widgets (oder einen ironischen Blick auf die iGoogle-Portal-Konzept). ;-))  Sprint stellt ein riesiges Mosaik Dashboard-Widget [sprint.com] vor, dass versucht das JETZT GERADE zu dokumentieren. Die statistischen Daten werden bspw. durch glatt gestaltet Balkendiagrammen, Zähler und verschiedene Ikonographie dargestellt, die von der „Welt Energie Verbrauch“ über eine „Live Cam im Weißen Haus“ bis hin zu „Wieviele Menschen stecken gerade in Aufzügen fest“ reicht. Vergessen wir also Apple Dashboard oder Yahoo Widgets, um zu veranschaulichen, wo unser aller Tendenz zur Datensucht in der heutigen Gesellschaft hinführt. Wir haben unseren Meister gefunden. Ach ja, eine Mini-Version gibt es hier.
dash
Siehe auch Sprint infographic advertisement und flowingdata.com.
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November 10, 2008 at 11:53 am Hinterlasse einen Kommentar

Danke Welt. WISO eigentlich ich?

Vorschau: WISO am 8. September 2008

 

Wenn man abends um kurz vor 23 Uhr nach einer satten Hand voll Bier eine Email aufs Handy vom Zweites Deutsches Fernsehen / Redaktion WISO  von der Email Adresse >> wiso-datendiebstahl@wiso.de << bekommt … und kein echter Computer in der Nähe steht … kann einem der Arsch schon mal ziemlich auf Grundeis gehen. Zum Inhalt der Email, die mich ob des Inhaltes die halbe Nacht gekostet hat – ich zitiere:

Ihre E-Mail-Adresse und das Passwort befinden sich nach unseren Recherchen auf einem im Internet frei zugänglichen, in China beheimateten Server.

Die Daten scheinen aus einem Datendiebstahl zu stammen, die Datendiebe haben versucht, sich mit Hilfe dieser Kombination aus Mail-Adresse und Passwort Zugang zu Online-Bezahldiensten zu verschaffen.

Die Daten selbst stammen nach ersten Erkenntnissen aus einer Datenbank, die nichts mit Finanzdienstleistungen zu tun hat und bei der Sie sich in der Vergangenheit einmal angemeldet haben.

Möglicherweise nutzen Sie diese Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort für weitere Internet-Dienste, etwa für Ihren Mail-Account, zum Anmelden bei Online-Shops oder auf anderen Webseiten. In diesem Fall raten wir Ihnen dringend, auf jeder einzelnen dieser Seiten Ihr Passwort unverzüglich zu ändern, bevor irgendjemand aus dem Vorhandensein dieser Daten im Internet einen Vorteil ziehen kann.

Datendiebe haben es lt. WISO auf E-Mail-Adressen und Passwörter abgesehen: 56.000 Datensätze sind nach WISO-Recherchen kürzlich aus einer Unternehmensdatenbank gestohlen worden.

Ich wills kurz machen: mir brennt der Arsch. Danke WISO dass ich als Geschädigter rechtzeitig mein Passwörter ändern durfte. Ich ändere gerade wie ein Wahnsinniger alle jemals von mir existenten Passworte und Benutzernamen um SAFE zu sein. Wenn einer von Euch noch meinen Namen oder ein Passwort von mir findet einfach löschen. Ich habe fertig mit der Sch … – aber habt Ihr Euch mal die Frage gestellt, wo Ihr Eure Signatur schon alles hinterlassen habt? Drei handgeschriebene Seiten mit möglichen Seiten habe ich schon (analog) runtergeschrieben, um mir darüber mal klar zu werden. Jetzt arbeite ich mich langsam durch die Liste und betreibe Schadensbegrenzung. So sieht’s aus. Danke Welt!

Nachtrag – Das steckt dahinter: Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) hat heute Strafanzeige gegen bislang unbekannte Daten-Hacker gestellt, die eine externe Servicedatenbank für Jobsuchende angegriffen und dabei Daten gestohlen haben. Diese von einem externen Serviceprovider betriebene Internet-Seite diente interessierten Nutzern zur vereinfachten Erstellung ihrer Bewerbung bei PwC.

September 4, 2008 at 1:58 pm 2 Kommentare

Kampf der „Flaschen“-Post

Auch auf die Gefahr hin, dass Sven, der alte Werbestratege, mich töten wird, will ich doch mal ein illustres Treffen im Hause unseres allseits beliebten Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble zum Anlass nehmen, um mich über Direktmarketing-Aktionen auszulassen. Ich gehöre noch zu dem Schlag Mensch, der sich wie ein kleines Kind freut, wenn er Post im analogen Briefkasten hat. Doch mittlerweile quillt meine silberne Metallbox nicht mehr über wegen heißer Liebesschwüre oder Postkarten aus fernen, fremden Ländern.  Dafür ist angesichts all dieser dämlichen Werbebriefe, die mir Tag für Tag ins Haus flattern, überhaupt kein Platz mehr. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat heute im ARD-Morgenmagazin vorgeschlagen, dass die Bürger wieder die Kontrolle über ihre eigenen Daten bekommen müssen. Nach Schaars Ansicht müsste auf jedem dieser duselligen Werbebriefe draufstehen, woher der Absender meine Adresse hat.
 
Wer nicht so lange warten will, der  kann aber schon jetzt dieser „Flaschen“-Post den Kampf ansagen: Hier kommt die Robinson-Liste ins Spiel. Dieses feine Formular  muss einfach ausgefüllt nach Ditzingen geschickt werden, und prompt reduzieren sich die Direktmarketingbriefe. Weitere Infos zum Thema Direktmarketing  gibt’s übrigens bei den Urhebern der Werbeflut, dem Deutschen Direktmarketing Verband. Was mir jetzt noch fehlt, wäre eine Robinson-Liste für meinen E-Mail-Account, damit ich auch von Penis-enlargement-und See-Paris-doin-it-with-a-pony-Mails verschont bleibe.

September 4, 2008 at 11:20 am Hinterlasse einen Kommentar


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