Posts filed under ‘Wissenschaft’

The next Hype (9): Human Augmentation

Aus dem wirklich sensationellen Trailer zu DEUS EX 3 ist mir ein Schlagwort im Kopf geblieben – human augmentation … bei Wikipedia unter enhancement zu finden. Das Wort macht mir etwas Angst beim ersten Zuhören. Finde ich doch als erstes eine kurze Übersicht von Themen, Projekten und Verbesserungen am menschlichen Körper [via Darpa]:

Heißt das, dass wir demnächst alle besser sein wollen werden? Bis gerade eben war mir nicht klar, dass es sich zudem um einen bereits existierenden globalen Markt mit einem Gesamtumsatz von rund 29 Millionen USD handelt. Fast ein bischen wenig, oder? Für den Sport (Olympische Spiele) scheint das ja schon ein paar Tage länger interessant zu sein. Spätestens nach dem Trailer zu FIXED bin ich allerdings drin und auch emotional bewegt: „The movie FIXED takes a critical look at the direction of emerging human enhancement technologies and the ongoing debate the benefits of their implementation.“

Was denkt Ihr?

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August 30, 2010 at 11:31 am Hinterlasse einen Kommentar

Dicke Eltern = Dicke Kinder?!

Jamie Oliver’s TED Award Rede vor ein paar Tagen hat mich nachhaltig inspiriert. Er redet nicht nur, er handelt auch – good boy! Sein abschließender Wunsch ist der eines TED Preisträgers in meinen Augen mehr als würdig und ein Appell an ALLE: „I wish for everyone to help create a strong, sustainable movement to educate every child about food, inspire families to cook again and empower people everywhere to fight obesity.“ Let’s do it!

Das Thema scheint aktuell auch die ARD zu bewegen – unabhängig von Jamie Oliver’s Worten und Taten. Bei Menschen bei Maischberger ging es gestern Abend um die Ernährungshysterie … dieses Thema wurde gerade beim Mittagessen in der CBC Kantine von uns aufgegriffen. Übrigens ein Ort, der auch etwas mehr Anti-Hysterie verdient hätte. Unter dem Titel „Esst doch was Ihr wollt! oszillierte die Diskussion zwischen Ur-Kost (nach Franz Konz) und Dr. Gunter Franks These „Was die Menschen krank macht, ist die Angst vorm Essen“.

Irgendwie absurd und skurril das Thema SO zu diskutieren, wenn man Jamies Worte im Ohr hat, dass man (vor allem) Kindern erst mal wieder beibringen muss, was Nahrungsmittel eigentlich sind, welche Gemüse- und Fruchtsorten es alles gibt und das frisch besser ist als Tube. Es ist Basisarbeit gefragt!

Februar 17, 2010 at 2:15 pm Hinterlasse einen Kommentar

Wolfram Alpha vs. Google | pros and cons of a semantic web search

Es gibt Dinge, die machen auch mir Angst. GBTV heißt geekbrief television … wow, ich wusste gar nicht, dass der Name schon vergeben ist. Irgendwie aber auch naheliegend. Genau das bereitet mir Sorgen. Der erste Hinweis der charmanten Cali ‚chief geek‘ Lewis ändert dies aber schlagartig – meine Aufmerksamkeit hat sie bis Minute 1:12 …

wolframalpha.com WILL give you the answer!“ Das ist für mich der zentrale Punkt. Ich forsche weiter. Die Jungs vom Spiegel waren mal wieder schneller: die Überschrift verspricht den zukünftigen Google Killer. Angst macht sich wieder breit bei mir. Eine noch größere Datenkrake, die die andere frisst? Dabei bin ich doch gar nicht so. Folgender Beitrag baut meine Bedenken nicht ab:

Ok, was wäre also, wenn ich wissen möchte, wie viele Festmeter Nadel-Holz in den deutschen Wäldern dem Orkan Kyrill zum Ofer gefallen sind?! Was, wenn mir das Wetter nicht passt und ich wissen möchte, welche statistische Wahrscheinlichkeit es im April gibt?! Was, wenn mir WolframAlpha die Anmtwort darauf gibt?! Details hierzu gibt es im Wolfram Blog.

Was sind also die Vorteile einer Suchmaschine, die nicht Google, Yahoo & Co. imitiert, sondern völlig neue Parameter zu Grunde legt: Semantik. Tim Berners-Lee hat im Februar 2009 auf der TED Konferenz noch über The next Web of open, linked data. gesprochen – eine kurze Zusammenfassung gibt es hier. Von mir nur eine kurze, sehr einfache Beschreibung:

„Zurzeit können im World Wide Web nur menschliche Benutzer Produkt- und Dienstleistungsinformationen lesen
und interpretieren. Hingegen ermöglicht die innovative Technologie des Semantic Web auch Maschinen bzw. digitalen Assistenten diese Informationen zu finden und zu interpretieren.
Auf Semantic Web-Technologien basierende Suchmaschinen orientieren sich also nicht an Stichworten, sondern können Produkte und ihre Eigenschaften vollständig erfassen und für den Menschen verständlich verarbeiten. Dieses „Next Generation Web“ befindet sich derzeit im Entwicklungsstadium.“ [via LexPress]

Laut Spiegel Online wird auch in Deutschland [pdf] fleißig an dem Thema geforscht und weiterentwickelt. Es geht vor allem darum, dass das Semantic Web die Menschen noch zusätzlich aktivieren könnte, Inhalte grenzüberschreitend miteinander zu teilen. Die so gennante >> Share Economy << ist eh gerade ein Blockbuster-Thema – siehe hier.

Die Vor- und Nachteile des Semantic Web (und damit auch Nach- und Vorteile einer Google Welt) liegen irgendwie klar auf der Hand: es werden Verbindungen hergestellt, die es vorher nicht gab und der „menschliche Faktor“ wird stärker integriert. Wow .. um mehr darüber zu erfahren habe ich mir deswegen gerade dieses Buch VORbestellt … hängt irgendwie semantisch mit dem Thema hier zusammen und wurde gerade via Twitter empfohlen.

The Social Semantic Web

März 24, 2009 at 4:05 pm Hinterlasse einen Kommentar

Wenn die Roboter kommen, oder wie ERWEITERTE REALITÄTEN helfen könnten.

Mal ganz ehrlich: wer von uns möchte mit einer Stahl-Plastik-Platin-Hülle schmusen? Keiner natürlich. Das ist kalt und unpersönlich. Außer man hat sonst niemanden. Und irgendjemand hat der unpersönlichen Hülle einen flauschigen Überzug in Form einer Robbe (!!!) gegeben. Darf ich vorstellen: das hier ist PARO. Irgendwie erschreckend.

Was die Süddeutsche aber vor ein paar Tagen in diesem Zusammenhang schrieb hat mich lebhaft inspirierte: wie schaffen wir es in Zukunft Mensch und Maschine zusammenzubringen und reale Welt mir digitaler Welt zu verbinden. Aber sind Roboter Tamagotchis für Senioren schon die Spitze des Eisberges, die wir uns vorstellen können? Die Vorzüge von Technik im Alter sind mir generell klar und auch die Funktion der Roboter, aber irgendwie empfinde ich diese ganzen technologischen Spielereien als Fremdkörper in meiner Umgebung. Da gibt es doch sicher was von …

Fragen wir mal bei Metaio nach:

Das Thema AUGMENTED REALITY ist sicherlich für viele nix Neues mehr, auch wenn wir noch ein paar Tage davon entfernt sind, davon im Alltag zu profitieren. Dennoch gibt es erste großartige Anwendungen und Tests, die mich jeden Tag aufs neue faszinieren und die mich derzeit fast dazu bringen über ein iPhone von Apple nachzudenken. Warum? Watch this!

Das geht über reine Betreuungstechnologie für Senioren hinaus, denn ich bin sicher, dass auch die Älteren von morgen aktiver und selbstbestimmter sind als wir derzeit noch alle annehmen.

Oktober 23, 2008 at 9:15 am 1 Kommentar

Kleine Gewinner des globalen Klimawandels (Teil 3): Saubere Kohle in Spremberg

Kohle. Eines der zahlreichen ungeliebten Kinder der Deutschen. Unter Tag wie auch über Tage wird es gefördert. Das Saarland und das Rhein-Ruhrgebiet haben besonders davon profitiert. Und darunter gelitten. Der Kohlebergbau im Saarland bspw. ist seit der keltischen Zeit durch Ausgrabungen und seit 1429 auch schriftlich belegt, planmäßig wird der Bergbau allerdings erst seit dem 18. Jahrhundert betrieben. Auf eine lange Tradition kann dieser Berufsstand zurückblicken. Ein Fakt, der im Tatort („Das schwarze Grab„) gewürdigt wurde. Die Schließung eines Werkes war das zentrale Thema. Dramatisch insgesamt der Verlauf und die Brutalität unter Tage.

Was ich nun in der aktuellen Ausgabe der Technology Review lesen durfte ist in meinen Augen großartig, denn es verleiht nicht nur dem Thema Kohle eine völlig neue Dimension. Nicht brutal. Sondern sanft. Zur Umwelt. Das belebt darüber hinaus auch wieder die Förderung von Kohle in unserem Land. Die RAG hat es ja schon angekündigt. Immerhin sind wir Deutschen weltweit führend in der Bergwerkstechnik. Ja, jedes Jahr werden nicht viele Ingenieure in diesem Bereich ausgebildet und auch weltweit gesucht. Die besten kommen aber aus unseren Landen. Dem Land der Ideen eben.

Eine sensationelle Idee in meinen Augen hatte das Unternehmen Vattenfall. Kein deutsches Unternehmen, aber nicht minder geprägt durch Pannen, Skandale und Probleme in den letzten Monaten. Vattenfall und Technology Review sprechen nämlich beide schon von der clean coal revolution.

 

 

 

 

 

 

Spremberg in Süd-Brandenburg, die sogenannten ‚Perle der Lausitz‘, ist der Geburtsplatz dieser sogenannten Revolution. Früher wurde die (Braun-)Kohle einfach nur verfeuert, um daraus Energie zu gewinnen und für die Menschen nutzbar zu machen. Tolle Sache, hat auch lange funktioniert, hatte nur einen Haken: jede Verbrennung setzte jede Menge CO2 frei. (raun-)Kohle besonders viel. (Braun-)Kohle zu verbrennen ist damit heute nicht mehr die zeitgemäßeste Art, Energie für die Massen herzustellen. Wir setzten ja neuerdings alle auf Umwelt und auf weniger CO2 Emissionen. Vattenfall hat das Blatt nun gewendet und nimmt in Spremberg ein Neuartiges Braunkohlekraftwerk in Betrieb. Man hat ein Verfahren entwickelt, dass das bei der Verbrennung entstanden CO2 bindet, speichert und somit nicht mehr an die Umwelt abgibt. Die Kohlendioxide werden unterirdisch gelagert. Sensationell klingt das für mich.

„Vattenfall hat bereits 2001 ein Projekt zur Erforschung der sogenannten CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) aufgesetzt. Das Unternehmen will nach einem mehrjährigen Testbetrieb der Pilotanlage bis spätestens 2015 zwei Demonstrationskraftwerke mit einer elektrischen Leistung von bis zu 500 Megawatt bauen. Ab 2020 soll die Technologie dann serienreif und wettbewerbsfähig zur Verfügung stehen.“

Zugegeben, diese Technologie löst noch lange nicht alle Probleme. Aber sie ist eine Forschungsprojekt, was den Status Quo hinterfragt, auf den Prüfstand stellt und Optimierung bekannter Technologien im Sinne des omnipräsenten Parameters Umwelt bedeutet. Vor dem Hintergrund, dass in China jede Woche ein neues Kohlekraftwerk (ohne Oxyfuel-Verfahren) ans Netzt geht und die Umwelt zusätzlich belastete, ist das hier eine mögliche Zukunftsvision, die als reales Konzept nun in die Erprobungsphase geht.

Mich befremdet an dieser Stelle der Widerstand gegen dieses Pilot Projekt. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich ganz klar um ein besonders fortschrittliches und zukunftsweisendes Projekt … und vergessen wir hierbei mal die positiven Image-Wechselwirkungen für Vattenfall. Irgendwo müssen wir doch mal anfangen und Fakten schaffen. Oder?

September 25, 2008 at 9:00 am Hinterlasse einen Kommentar

Warum warten auf den Weltuntergang? Teil 3

Wie’s scheint sind wir immer noch da! Die CERN-Wissenschaftler sprechen angesichts der Inbetriebnahme ihres Teilchenbeschleunigers LHC von einem Erfolg. Armageddon ist weiter also nicht in Sicht, weswegen der Name dieses Beitrages offiziell geändert wird:

„Warum Weiter warten auf den Weltuntergang?!“

Hier noch eine coole ESA-Darstellung von einem schwarzen Loch:

 

September 10, 2008 at 12:44 pm Hinterlasse einen Kommentar

Warum warten auf den Weltuntergang? Teil 2

Dass die CERN-Wissenschaftler durchaus spaßige Gesellen sind, zeigen sie mit ihrem LHC-Rap:

September 2, 2008 at 3:36 pm Hinterlasse einen Kommentar

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